Praktikumsbericht von Nikolas

der Student aus Deutschland erzählt von seiner Zeit bei NILAM

Ich heiße Nikolas Sonnenkalb, wohne in Paderborn und studiere den Master “Interdisziplinäre Medienwissenschaften” an der Universität Bielefeld. Meinen Bachelor “Multimedia Production” habe ich an der Fachhochschule Kiel absolviert – auf den dort vermittelten Inhalten, konnte ich in Bielefeld gut aufbauen. Zum Curriculum dieses Studiengangs gehört ein mindestens sechswöchiges Praktikum, welches ich bei der Organisation NILAM habe absolvieren dürfen. Auf diese Organisation bin ich über den Career Service der Universität Bielefeld aufmerksam geworden. Dort wird eine Liste von Unternehmen gepflegt, welche u.a. Praktika anbieten. Da meine bisherige Vita von Werbung, Gestaltung, Medien und Technik geprägt ist, wurde ich bei dem Praktikumsangebot mit dem Titel “Praktikant/in im Bereich Videotechnik und Mediendesign” hellhörig. Ein genauer Blick auf die Stellenbeschreibung ließ das Interesse weiter steigen, da dort in den Aufgaben der Stelle u.a. aufgelistet war “Postproduktion von gedrehtem Videomaterial, Gestaltung von Printmedien und digitalen Werbeelementen, Bildrecherche und Retusche”. Diese Bereiche konnte ich mir dank meiner schulischen Ausbildung in der Fachoberschule-Gestaltung, meiner Berufsausbildung als Werbetechniker und des vorangegangenen Bachelor-Studiums in “Multimedia Production” jahrelang zu eigen machen. Auch privat bin ich diesen Themen zugetan, sodass ich inzwischen gut ausgerüstet bin, was Hard- und Software und deren Wissen darüber angeht, um entsprechende Inhalte erstellen zu können.

Nikolas Sonnenkalb aus Paderborn

Vor diesem Hintergrund komme ich zu den Erwartungen, die NILAM an seine zukünftigen Praktikanten in dieser Funktion stellt und die mein Wirken charakterisierten. Hierbei kann die Identifikation mit Themen wie Nachhaltigkeit und Naturschutz genannt werden, die mich ebenfalls seit geraumer Zeit begleiten, sowie eine Leidenschaft für Kommunikationsdesign und damit einhergehende Erfahrung mit der Adobe Creative Suite.

Da sich die Praktikumssuche im medienproduzierenden Bereich in Paderborn etwas zäh gestaltete, ließ mich die Bezeichnung “Homeoffice” als Einsatzort aufhorchen. Auch aus dem Grund, dass mich diese Art des Arbeitsplatzes sehr interessiert und ich bisher keine nennenswerten Erfahrungen hinsichtlich Homeoffice habe sammeln können, weckte diese Praktikumsstelle meine Neugierde im erhöhten Maße. Ich schrieb sofort eine Email an die Organisation NILAM und bekundete mein Interesse an der Praktikumsstelle und fragte nach, wie sich die Arbeit im Homeoffice gestalten würde.

Mikrofon und Kopfhörer (Homeoffice Nikolas)

Sehr schnell habe ich Antwort erhalten, dass dies möglich sei, sofern die technischen Voraussetzungen gegeben sind. Verbunden hiermit erreichte mich das Angebot, Genaueres in einem Skype-Gespräch klären zu können. Nicht viel später sprachen wir via Skype und haben die Rahmenbedingungen für eine Kooperation vereinbart. Man verständigte sich auf eine zweimonatige Zusammenarbeit, sodass ich auch an umfangreichen Projekten teilhaben kann und noch einen Tag in der Woche meinem Nebenjob nachgehen kann, der mir mein Auskommen sichert. Ein derart schneller, unkomplizierter, wie freundlicher Erstkontakt war mir nicht immer vergönnt, sodass ich mich im Anschluss des Skype-Gesprächs auf zwei Monate Praktikum bei NILAM freuen konnte. Wenige Tage später ging es auch schon los!

Der erste Tag bestand vorwiegend darin, mich mit den Organisationsstrukturen NILAMs vertraut zu machen, wozu mir der Zugang zu den verschiedenen Accounts verschafft wurde. So habe ich mir die umfangreiche Datenbank angesehen und mich in die Wirkungsbereiche NILAMs eingelesen. Die darauffolgenden Tage ging es darum, die einzelnen Bestandteile des Logos aufzubereiten.

Screenshots des Logos von NILAM

Infografik Landbau

Das Erfrischende an der Arbeit bei Nilam war, dass es viele Aufgaben gab, welche wir “parallel” bearbeiteten. Damit meine ich, dass zwischen den einzelnen Baustellen gewechselt wurde, sodass eine Zeitlang Abstand von einem Projekt genommen wurde, um sich ihm später mit neuer Sichtweise zu widmen. Diese Herangehensweise hat neue Blickwinkel während des Arbeitsprozesses entstehen lassen. Nicht nur neue Perspektiven über die Prozesse wurden dadurch gefördert, sondern auch die aktive Bewahrung vor einer gewissen Software-Ermüdung. War man bspw. nach einigen Tagen den Adobe Illustrator leid, hat eine neue Aufgabe nicht lange auf sich warten lassen, die man mit Adobe Premiere bearbeiten konnte oder es war vermehrt Text- wie Bildrecherche gefragt. Dieses Vorgehen hat mir stets eine angenehme Abwechslung beschert und viele der Fähigkeiten, die ich im Laufe meines Studiums erlernt hatte, konnten in gleichem Maße über die zwei Monate verteilt abgerufen werden.

Rechner (Homeoffice Nikolas)

Adobe Premiere

Zu den bereits erlernten Fähigkeiten konnte ich im Zuge meines Praktikums bei NILAM auch weiteres Wissen erwerben. Bspw. machte die Erstellung diverser Infografiken im Vorfeld Recherchearbeit nötig zu z.B. Methoden der ökologischen Landwirtschaft, um die zu erstellende Grafik auch mit textlichen Inhalten füllen zu können. Als ich mich mit dem Videoschnitt von Interviews und weiterer kleiner Sequenzen beschäftigt habe, welche auch mit Untertiteln versehen werden sollten, konnte ich mich erneut in die Richtlinien für Untertitelung und Bauchbinden einlesen und somit mein Wissen aus dem Studium auffrischen.

Während des Arbeitstages stand ich mit der Betreuerin stets in aktivem Kontakt, sodass Feedbacks und andere Absprachen zeitnah erfolgen konnten. Hierbei lief die Kommunikation über Email, WhatsApp, Skype und Kommentare via GDrive, da die Praktikumsbetreuerin zurzeit in Indien lebt und sich vor Ort engagiert. Durch diese IP-gestützte Kommunikation stellte die Entfernung von Paderborn nach Madurai keine Hürde dar und es konnte täglich Teamwork betrieben werden, fast als säße man in einem Büroraum nebenan.

Arbeitsplatz (Homeoffice Nikolas)

Audiointerface (Homeoffice Nikolas)

Mir hat das Praktikum bei NILAM große Freude bereitet und tiefe Einblicke in die Kultur Indiens, sowie die Probleme und Chancen des Landes, welche z.B. mit der dortigen Landwirtschaft verbunden sind, ermöglicht. Auch freut es mich, die Erfahrung mit Homeoffice-Arbeit gemacht und meine Fähigkeiten aus dem Studium sinnvoll eingesetzt zu haben. Vor diesem Hintergrund kann ich jedem, der Spaß an kreativen Tätigkeiten und Bildverarbeitung hat, sich am Kulturaustausch erfreut, sowie Interesse an Nachhaltigkeit und Naturschutz zeigt, ein Praktikum bei NILAM sehr empfehlen.

By | 2018-06-12T11:20:40+00:00 Juni 11th, 2018|Uncategorized|0 Comments

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